#twittergrind – Tägliches Update zum Drachenlord am 12.06.2019

Ganze zwei neue Videos auf dem Hauptkanal. Video Nr. 1 ist Teil der “Gegen Hate Doku”, wobei die groß angekündigte “Doku” gegen Hate inzwischen einer Ansammlung von Audiospuren ohne roten Faden ist. So startet auch dieses Video mit einem altbekannten Bild:

Dabei gibt Winkler offen zu, gegen den Datenschutz zu verstoßen.

  • Rainer: “Ich habe testeshalber mal meine Überwachungskamera für ein paar Aufnahmen von Hatern so eingestellt, dass man auch einmal sehen kann, was die die ganze Zeit machen.”

Es folgen ein “paar Aufnahmen” und man sieht friedliche (!) Besucher vor der Schanze:

Hier erkennt man bereits, dass der Winkler die Straße filmt. Und genau dies darf er nicht.

Winkler selbst merkt mehrmals im Video an: “normalerweise wird die Straße nicht mit aufgenommen” und “normalerweise darf ich die nicht so weit ausfilmen”. Aber vermutlich wird genau gar nichts passieren, da die Polizei der private Sicherheitsdienst es sich eben nicht mit Rainer verscherzen möchte.

Es folgt eine zweite Aufnahme und auch hier wird die Straße abgefilmt.

Dabei sind wieder Besucher vor dem Tor. Rainer stellt sich dabei selbst als die Unschuld in Person da, er hätte sogar extra leise gesprochen um “niemanden zu stören”. Zufälligerweise hält Winkler seine Worte in Richtung der Besucher nicht fest und tut es als “gelaber” ab:

Wegen dem T-Shirt und des Thorshammer ist Rainer immer noch sauer, da diese Platte hier schon wieder abgespielt wird:

  • Rainer: “Ich wollte nur noch einmal klarstellen, dass ich mich lediglich verteidigt habe und das ihr das auch nicht falsch versteht. Man sieht auch, dass der Typ nicht aus seinen Fehler lernt.”

Na wenn der Lügenlord persönlich es sagt, dann muss es ja stimmen.

Wenig später kommt eine dritte (!) Aufnahme der Straße, diese soll “relativ aktuell” sein:

Am Ende vom 27 minütigen Video kickt der Narzismus maximal:

  • Rainer: “Viele fragen mich warum ich mit Youtube nicht aufhöre, warum ich nicht aufgebe. […] Diejenige, die diese Welt schlechter machen, nehmen auch keinen Tag Urlaub, geben auch nicht auf. Warum also sollte ich?

Fazit: Rainer ist nicht derjenige.

Treffend kommentiert:

ReUpload vom Drachenlord Video “DracheLord Gegen Mobbing Part 3 Hater Aktionen 1”:

Mit “Drache Labert Part 7 Pool und Garten” folgt eine Rarität auf dem Hauptkanal – nämlich ein echtes Video.

Die ersten zehn Sekunden wird Qualität wieder einmal ganz, ganz groß geschrieben:

  • Rainer:”Ehhh, ich muss einmal kurz auf Klo und dann quatsche ich ein bisschen.”

Der “Pool” gefällt Rainer “aktuell nicht so gut”, da dieser “nicht so sauber” wäre. “Ein bisschen ein Problem.”

  • Rainer: “Normalerweise muss da eine Abdeckplane drauf, die habe ich beim letzten Regen vergessen drüber zu machen. Normalerweise mache ich die drüber.”

Rainers Lösung für den Schmutz im Pool: Chlor.

Nebenbei zeigt Winkler noch die “Schäden der Hater”:

Aber waren das wirklich “die Hater”?

Zur Befestigung des Tarnnetzes möchte Rainer einen Holzbalken verwenden. Wie er dies machen könnte, darüber labbert der Winkler dann drei Minuten. Sein Fazit:

  • Rainer: “Muss ich jetzt schauen, wie ich das am schlausten anstelle letzten Endes.”

Übersetzung: Es wird gar nichts passieren.

Den Müll auf dem Hof räumt der Winkler übrigens absichtlich nicht weg, weil “das hat normalerweise keinen Sinn. Egal was ich mache, es dauert nicht lange und es ist wieder alles voll.”

Mitten im Satz härt man dann ein Auto an der Schanze vorbei fahren. Beim Winkler kickt sofort die Paranoia und er starrt in die Richtung vom Fahrzeug. Er verharrt so für ein paar Sekunden:

So ist das eben, wenn einem der Hate “nicht interessiert”.

Die größte Lüge im Video:

  • Rainer: “Ah ja, an meinem Auto muss ich auch etwas rumschrauben. Wird Zeit, dass das fertig wird.”

Winklers Plan B: Das Auto “komplett zerlegen” und “alle Einzelteile” verkaufen.

ReUpload vom Drachenlord Video “Drache Labert Part 7 Pool und Garten”:

Bei den Let’s Plays geht es chaotisch weiter:

Auf Facebook wurde von einem Florian ein Interview mit einer Reporterin online gestellt:

Was nervt Sie so an den Videos von Rainer Winkler?

Florian:
Mich nervt unter anderem seine Ignoranz. Er kann sich nicht vernünftig ausdrücken, doch
nennt sich selbst „das höchste Wesen“. In einem Live-Stream sagt er „Ich bin das höchste Wesen,
höher als Gott. Gott kommt zu mir, um von mir gesegnet zu werden. Ich ficke Gott in den Arsch.“
dazu beschimpft und beleidigt er die Leute, die ihn kritisieren oder auch nur Fragen stellen.
Beispielsweise wollte mal ein Abonnent seines Video-Streams an einem heißen Sommertag wissen,
was das Lieblingseis des Drachen sei, daraufhin bannte Rainer Winkler den Abonnenten sofort –
mit der Aussage, die Frage sei blöd, außerdem habe er sie schon mehrfach in früheren Streams
beantwortet. Als er mal gefragt wurde, ob er nicht lieber arbeiten gehen will, statt nur Videos zu
produzieren, wurde er ausfällig, schimpfte über Studenten, die nichts aus ihrem Leben machen,
nichts leisten und nur faul herumsitzen. Ein andermal zog er auch über Bauarbeiter her, die aus
seiner Sicht in der Schule nichts erreicht haben und deshalb auf dem Bau arbeiten müssen.


Freilich kann man diese Videos blödsinnig finden. Winkler erzählt Belangloses aus seinem Alltag,
äußert sich auch rassistisch und frauenfeindlich. Trotzdem: Es gibt soviel Müll im Netz – warum
schafft ausgerechnet er es, Sie und andere „Hater“ zu provozieren?

Florian:
Rainer Winkler ist auf gewisser Weise einzigartig, da er trotz seiner geistigen und
körperlichen Limitiertheit unfassbar arrogant ist. Er provoziert zudem bewusst, um Reichweite zu
generieren. Am deutlichsten wird dies bei den Pornhubvideos – unter anderem mastrubiert er vor
laufender Kamera.


Erst vor wenigen Tagen stellte er im Video „Meine Spielsachen Alle die ich habe“, seine
verschiedenen Sexspielzeuge vor.

Florian:
Ja genau. Er produziert geschmacklose Videos und wundert sich hinterher, dass die
meisten Reaktionen negativ ausfallen. Was mich wirklich auf die Palme bringt, ist, dass er sich
anschließend als Mobbing-Opfer darstellt. Dies war auch so, als ihm das Live-Streamen verboten
wurde.


Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien hat Winkler erst Ende März untersagt, seine
Angebote online live zu verbreiten. Er hat keine rundfunkrechtliche Zulassung.

Florian: 
Eben. Die Mitarbeiter der BLM, die völlige Neutralität ausstrahlt, machen ja nur ihren Job
– und trotzdem schimpfte Rainer nach dem Verbot wieder drauf los und warf ihnen vor, sie
unterstützen das Mobbing gegen ihn. Ich will an dieser Stelle aber klarstellen, dass Rainer Winkler
kein Mobbing-Opfer ist. Mobbing wäre aus meiner Sicht, wenn zum Beispiel ein kleiner Junge in
seinem Kinderzimmer Videos von sich dreht, diese ins Netz stellt und dafür ausgelacht wird. Dies
ist bei dem Drachen nicht der Fall. Ich möchte den YouTuber KaRe zitieren, der es gut auf den
Punkt gebracht hat: „Wir haben es mit einem morbid-übergewichtigem Sonderschüler zu tun, der
das komplette deutschsprachige Internet provoziert.“


Er provoziert und bekommt Aufmerksamkeit – daher nochmal die Frage. Warum klicken Sie die
Videos nicht einfach weg und ignorieren ihn?

Florian:
Warum sorgen Fernsehformate wie „Bauer sucht Frau“ oder „Mitten im Leben“ für so
hohe Einschaltquoten? Es ist wie bei einem Autounfall – man schwankt zwischen Faszination und
Grauen, man will es gar nicht, aber schaut hin. Ähnlich ist es bei dem Drachen. Es ist eine Melange
aus Kopfschütteln, Lachen und Fremdscham.
Der Drachenlord ist auf bestimmte Art unterhaltsam – doch wieso konnte dieses Internetphänomen
in die echte Welt gelangen?
Als „Drachenlord“ hat Rainer Winkler selbst in einem seiner Videos die „Hater“ aufgefordert, ihn
zu besuchen, er schrie seine Adresse in ein Mikrofon und forderte alle auf, bei ihm auf dem
Grundstück das „Drachenspiel“ fortzusetzen. Im August kamen 600 bis 800 Leute – aus ganz
unterschiedlichen Gründen. Ich bin zum Beispiel gekommen, weil ich einige der Hater mal im
echten Leben kennen lernen wollte.


Ist dies mit der Massen-Party bei Thessa vergleichbar? Erinnern Sie sich? Das Mädchen wurde 16
Jahre und lud zu ihrer Geburtstagsfeier ein – und daraus wurde ein Massenevent mit Polizeieinsatz.

Florian:
Ja. Das war ja hier in Hamburg, im Sommer 2011. Sie hatte per Facebook zu Geburtstag
eingeladen und nur ein Häkchen vergessen – und so wurde aus ihrer privaten eine öffentliche
Geburtsfeier.


Und 1500 Leute ließen vor ihrem Elternhaus die Sau raus.

Florian:
Ich finde nicht, dass dies mit dem Drachen vergleichbar ist. Das Mädchen hatte diesen
Rummel nicht gewollt, es war ein Versehen. Aber der Drache fordert ja dazu auf, ihn zu besuchen.
Er will, dass seine provozierenden Videos geguckt werden, weil er an jedem Klick verdient.


Aber warum erhalten Sie die Spirale am Leben? Sie kommentieren seine Videos, verspotten ihn –
und sind sogar nach Altschauerberg gefahren.

Florian:
Für mich persönlich war Rainer Winkler von sekundärer Bedeutung – vor allem wollte
ich, wie gesagt, die Menschen aus dem „Game“ mal kennenzulernen. Seit 2017 bin ich Hater und
mit Menschen aus ganz Deutschland unter anderem über Facebook in Kontakt – ich dachte beim
Schanzenfest könnte ich einige diese Leute mal treffen. Dass die Polizei vorher ein
Versammlungsverbot ausgesprochen hatte, war mir nicht bekannt. Das sogenannte Schanzenfest
blieb von Seiten der Hater ja auch friedlich, allein weil wir 600 bis 800 Leute waren, hätte es leicht
eskalieren können. Zu Beginn waren ja nur ein gutes Dutzend Polizisten vor Ort. Dann kam ein
Großaufgebot der Polizei, ein Unterstützungskommando, es wurde vom Bundesliga-Fußballspiel
Fürth gegen Dortmund abgezogen und sogar Hundeführer – aus meiner Sicht völlig überzogen.


Ist Ihnen klar, was für eine Belastung der Tourismus zum "Drachenlord" für die Bewohner des 40-
Seelen-Dorfes ist?

Florian:
Das ist nur eine Seite der Medaille. Eine Dokumentation über Rainer Winkler, sie heißt
„ Hass ist ihr Hobby“ – zu sehen auf YouTube – zeigt auch Winklers Nachbarn. Sie geben ihm die
Schuld für all das, weil er einfach nicht aufhört. Das könnte er, tut er aber nicht. Im Gegenteil. Er
schafft ständig neue Skandale, um relevant zu bleiben, unter anderem mit seinem Pornhub-Account.
Ich habe es so erlebt, dass die Nachbarn den meisten Pilgern sogar wohl gesonnen sind. Ich selbst
habe vor Ort nie Ärger mit einem Nachbarn gehabt und wurde meistens lachend begrüßt.


Und in diesem Sommer? Steht wieder ein Schanzenfest an?

Florian:
Nein, nicht das ich wüsste. Ich würde mir auch kein neues Fest wünschen – das letzte
Schanzenfest hat Rainer Winkler zu sehr gepuscht und noch viel berühmter gemacht. Es folgte eine
Welle des Mitleids und bescherte ihm mehr Reichweite. Dadurch kamen weitere Menschen ganz
neu in das „Game“ und spendeten ihm viel Geld, weil sie ihn für ein Mobbing-Opfer halten. Aber
ich habe ja schon gesagt, dass er das nicht ist.
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